Text

Ich übernehme für Sie das freie Texten von Anzeigen, Webseiten-Inhalten, Blog-Beiträgen, Presseartikeln, PR-Texten, Anschreiben, Werbebriefen, Handzetteln, Mailings, Flyern, Prospekten, Broschüren etc. sowie die Überarbeitung Ihrer eigenen Texte aller Art.

Ein paar meiner Texte als Beispiele:


Beitrag für den Katalog der Fotoserie “Haare N.Y.C” von Tamara Grcic

Neulich in der überfüllten S-Bahn, auf dem Weg ins Büro, stand vor mir eine schmale, dunkel gekleidete Frau mit schwarzen, langen und eng geflochtenen Zöpfen. Es schien mir von hinten unmöglich, ihr ungefähres Alter zu schätzen. Sie mochte Mitte vierzig sein, könnte sich aber ebenso in ihrem sechsten Lebensjahrzehnt befinden. Die Zöpfe wippten zum Ruckeln der Bahn im Takt. Sie hingen beide streng zur Mitte des Hinterkopfes herab. Die geflochtenen Haarstränge wirkten wie ein Vorhang, bei dem man erwartete, dass er sich gleich öffnet und den Blick auf eine Bühne freigibt. Dann musste die Bahn plötzlich scharf bremsen …
Gesamtes Dokument als PDF-Download


Text zum Thema „Dazwischen“ aus einem Schreibseminar bei Harry Walter an der Freien Kunstakademie Nürtingen

Airport – Von der Komfortperistaltik des Ortes zielsicher und ohne Verdauungsprobleme durch seinen Organismus geschleust, empfindet die junge Frau bald ein gehobenes Selbstwertgefühl. Sie spürt die massierende Wirkung des Rollbandes noch körperlich, als sie auf der dritten Ebene von Terminal eins wieder auf festem Boden abgesetzt wird. Mit nur geringem Kraftaufwand gezogen, rollt ihr Koffer mit leisem Surren hinter ihr her, während sie von Zeit zu Zeit suchend in die große Halle blickt und immer wieder auf ihre Uhr schaut. Vor der großen Glasfront, zur Südseite hin, scheint sie ihr Ziel endlich gefunden zu haben: An einem der wenigen Bistrotische, die im Transitbereich des Übergangs zum Nachbargebäude stehen, nimmt sie Platz. Gemütlich ist es nicht, denn nur ein paar Meter daneben strömen die Leute scharenweise vorbei. Sie zupft noch ihr blaugraues Bürokostüm zurecht, da steht die Bedienung auch schon bei ihr. Und als sie gerade mitteilen will, dass sie mit der Bestellung noch warten wird, bis ihr Gegenüber eingetroffen ist, huscht ein Lächeln über ihr Gesicht und sie steht auf. Der hinzugekommene Mann und die Frau umarmen sich und sind sofort in eine vertraute Unterhaltung vertieft.

Viel später zündet sie sich angeregt eine Zigarette an. Wieder einige Zeit danach, das Gespräch wird weiter fortgesetzt, legt sie die halbleere Schachtel abwechselnd immer wieder hin und stellt sie auf. Das Hereinstrahlen der Nachmittagssonne lässt ihre roséroten Fingernägel leuchten. Die Transparentfolienverpackung ist zur Hälfte eingerissen und hängt lose über der blauweißen Zigarettenschachtel mit einem goldenen Schriftzug. Einige Zeit später knüllt die Frau das Behältnis mit Nachdruck zusammen. Dann ist es auch ihren unbewussten Handlungen entzogen und sich selbst überlassen.

Die zusammengepresste Schachtel beginnt, sich ganz langsam zu entfalten. Sie wird dadurch wieder größer. Bis zu welchem Zwischenstadium zur alten Form wird sie sich zurückbilden können? Majestätisch, wie die abgeknickte Spitze einer Concorde beim Start, reckt sich ein Stück der zerknüllten Folie in die Höhe, während sich das Sonnenlicht hundertfach darin bricht. Man müsste diesen Vorgang nur genau genug beobachten und würde nicht viel mehr über das Wunder staunen, wenn sich so ein schwerer Vogel scheinbar wider alle Gesetze der Schwerkraft doch in die Lüfte erhebt.


Einführung zur Ausstellung “Glücks-Diktate” von Birgit Dehn am 06.03.2010 um 11:00 Uhr beim Künstlerbund Tübingen e. V., Metzgergasse 3, 72070 Tübingen

Sehr geehrte Damen und Herren, zur Ausstellung „Glücks-Diktate“ der Tübinger Künstlerin Birgit Dehn begrüße ich Sie heute Vormittag ganz besonders herzlich, denn Sie sollen sich so richtig gut fühlen!

Glücks-Diktate? Ein fehlerfreies Diktat dürfte wohl kaum Anlass geben, selbst für die Schwächsten in der Rechtschreibung, es deshalb gleich zum „Glücks-Diktat“ zu erheben. Weshalb also dieser in sich widersprüchliche Ausstellungstitel? Genauso überzeugend könnten beispielsweise „Darmgrippe“ und „Wohlbefinden“ miteinander kombiniert werden. „Darmgrippe-Wohlbefinden“ – klingt komisch, oder?

Wirken die ewig glücklichen Akteure aus der Werbung aber so viel glaubhafter in ihrer Wonne? Ich finde, nein, denn ein als etwas Besonderes erlebtes Glücksgefühl hat doch auch damit zu tun, dass dieses Ereignis nicht ständig auftritt. Ist Glück also vielleicht die in sich selbst lohnende Anstrengung für etwas? Ganz so, wie der Glücksgrenzen auslotende Bergsteiger Reinhold Messner (geb. 1944) am Sonntag, den 07. Februar d. J. vormittags bei Radio FFH sinngemäß sagte, dass das Glück eine Herausforderung sei, sich für etwas noch mehr als gestern einzusetzen und anzustrengen? …
Gesamtes Dokument als PDF-Download


Einführungsvortrag zum Spielfilm “Klimt” (2006) / Kooperationsveranstaltung mit der Agentur “kunstkontakt”, Petra Schwerdtner, im Frankfurter Kino Orfeo´s Erben

Begrüßung
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kunstfreunde,

es freut mich, Sie heute ganz herzlich hier im renommierten Frankfurter Kino „Orfeo´s Erben“ begrüßen zu dürfen.

Der Film „Klimt“, den der Chilene Raoúl Ruiz im Jahr 2006 mit dem US-amerikanischen Schauspieler John Malkovich in der Hauptrolle drehte und den wir nachher sehen werden, empfindet die Atmosphäre der Klimt-Zeit nach. Die filmische Erzählung ist nicht linear und äußerst vielschichtig.

Deshalb werde ich Ihnen jetzt in der Einführung möglichst konkrete Informationen geben.

Sie alle werden Gustav Klimt, den wohl berühmtesten Künstler Österreichs, die Ikone des Wiener Jugendstils, kennen. Bekannt wird Ihnen sicher auch sein populärstes Bild sein. „Der Kuss“, 1907 entstanden, ist ein Hauptwerk von Klimts „goldener Periode“. Gustav Klimt machte in dieser Zeit besonders ausgeprägt von Goldfarben und echtem Gold Gebrauch.
Gesamtes Dokument als PDF-Download